Unsere TTBW-Race-Turniere haben sich inzwischen gut herumgesprochen. Auch mitten im Sommer 2026 war das Teilnehmerfeld am 8. August mit 16 Spielern komplett besetzt – und mindestens fünf weitere Interessenten hätten gerne mitgespielt.
Sportlich führte diesmal kein Weg an Maciek Helbin vom TTC Eschbach vorbei. Mit einer makellosen Bilanz von sechs Siegen aus sechs Spielen sicherte er sich souverän den Turniersieg und gab dabei insgesamt lediglich drei Sätze ab. Am härtesten musste er gegen Raphael Becker kämpfen: Nach einem 1:2-Satzrückstand drehte Helbin die Partie noch und gewann den fünften Satz mit 11:9.
Für die Überraschung des Tages sorgte Thomas Röhrer vom TV Merdingen. Mit einem Q-TTR-Wert von 1512 Punkten ging er gegen den mit 1713 Punkten deutlich höher eingestuften Lukas Noeske als Außenseiter ins Spiel – und gewann völlig unerwartet sogar glatt mit 3:0. Röhrer verlor im gesamten Turnier nur gegen Helbin und sicherte sich mit einer starken 5:1-Bilanz den zweiten Platz. Dritter wurde Lukas Noeske vor Raphael Becker und Rodolfo de Paula Vieira, die das Turnier jeweils mit vier Siegen und zwei Niederlagen beendeten.
Für internationales Flair sorgte Rodolfo de Paula Vieira aus Brasilien. Er ist als Forscher für sechs Monate in Freiburg und nahm erstmals in Deutschland an einem Turnier teil, bei dem um TTR-Punkte gespielt wird. Entsprechend besaß er noch keinen Q-TTR-Wert und bekam vom System zunächst einen Einstiegswert zugewiesen. Mit sehenswerten Bällen und vier Siegen bei zwei Niederlagen spielte er sich auf Anhieb auf den fünften Platz. Eine kleine Kuriosität lieferte anschließend die TTR-Abrechnung: Trotz der deutlich positiven Bilanz standen am Ende 42 Minuspunkte zu Buche.
Für den AV Germania Freiburg-St. Georgen gingen diesmal nur Robert Helgiu und Joel Behr an die Tische. Robert kam auf eine ausgeglichene Bilanz von drei Siegen und drei Niederlagen und belegte damit Rang zehn. Für zwei seiner Erfolge benötigte er ausgesprochen starke Nerven: Sowohl gegen Jano Moser als auch gegen Hannes Sattler fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung des fünften Satzes – 12:10 gegen Moser und 13:11 gegen Sattler.
Joel Behr erwischte dagegen einen jener Tage, an denen die knappen Spiele einfach auf die falsche Seite fallen. Gleich vier seiner sechs Begegnungen gingen über die volle Distanz von fünf Sätzen – und alle vier verlor er. Am Ende standen zwei Siege, vier Niederlagen und Platz 14 zu Buche. Kopf hoch, Joel: Solche Tage gehören dazu – und die nächsten knappen Fünfsatzspiele gehen hoffentlich wieder in die andere Richtung.
Insgesamt war es erneut ein gelungenes und abwechslungsreiches Race-Turnier mit vollem Teilnehmerfeld, spannenden Spielen und einigen überraschenden Ergebnissen.
Im Dezember soll es weitergehen. Dann planen wir erstmals zwei nach Spielstärke gestaffelte Turniere: eines bis 1350 TTR-Punkte und eines ab 1350 Punkten. Nach der guten Resonanz im August hoffen wir auch zum Jahresabschluss wieder auf volle Felder.
